MuMok: Keine Angst vor Kunst
Bereits zum sechsten Mal fand heuer ein Workshop des Museums für Moderne Kunst für KlientInnen des Verein Dialog statt - eine Zusammenarbeit im Sinne des Empowerments und dem Abbau von Vorurteilen gegenüber SuchtmittelkonsumentInnen.
Die Zusammenarbeit ergab sich 2008 im Rahmen des Kulturvermittlungsprojekt "Kulturtransfair" von "Hunger auf Kunst und Kultur". Die Idee bestand in der Vernetzung je einer Kultur- sowie einer sozialen Einrichtung im Sinne der Kunstvermittlung. Barbara Waidhofer, Mitarbeiterin im Standort "Sucht und Beschäftigung" und Initiatorin der Kooperation mit dem erinnert sich an die Anfänge: "Wir waren sehr unsicher, ob unsere KlientInnen sich auf moderne Kunst einlassen würden, aber uns war klar, dass wir hier die Chance haben, das oft vergessene kreative Potenzial unserer KlientInnen zu fördern."
Und die Idee war erfolgreich: Gemeinsam mit KulturvermittlerInnen wurden nicht nur aktuelle Ausstellungen besucht und diskutiert, sondern auch themenbezogen eigene Werke geschaffen. Dabei lernten die TeilnehmerInnen unterschiedliche Techniken kennen und produzierten so in Reflexion bestehender Objekte ihre eigenen Kunstwerke. Diese wurden bei einer Abschlussveranstaltung im MuMok präsentiert.
Die Begeisterung und das Engagement aller Beteiligten führten zu einer weiteren Kooperation und letztendlich sogar zu einer Übernahme der Kosten der Workshops durch das MuMok. So fand heuer bereits der sechste Durchgang statt. Inzwischen werden bei den Präsentationen nicht nur die Werke der KlientInnen ausgestellt, sondern auch die BesucherInnen zur aktiven Beteiligung am künstlerischen Prozess vor Ort animiert. Auch Ö1 wurde auf das erfolgreiche Projekt aufmerksam und brachte im "Kulturjournal" einen Beitrag. "Schranken abzubauen ist ein wichtiges Anliegen dies Projekts," zeigt sich Barbara Waidhofer zufrieden und meint damit mehrerlei, gilt es doch die Angst vor moderner Kunst einerseits und die Stigmatisierung suchtkranker Menschen andererseits abzubauen.
Und wer die heurige Präsentation versäumt hat: Der Folgeworkshop 2015 ist bereits vereinbart.
Bilder der Präsentation vom 26.06.2014 :
Bilder aus den Workshops 2014:
